Mit Damon und Daphne ins Datenabenteuer: Data Literacy für Vorschulkinder
Manchmal führt einen das Leben an völlig neue Orte. Nach Vorträgen auf Konferenzen rund um Datenverarbeitung, Workshops für Code First Girls und Unterrichtseinheiten für Schüler*innen motivierte mich meine Frau, noch weiterzugehen und sogar Fünfjährige für Daten zu begeistern. Eine Herausforderung, die mich sofort gepackt hat.
Kurz gesagt: Ja, es funktioniert. Und wie!
Für meinen Kurs „Data Literacy for Kids – Mit Datenkompetenz ins KI‑Zeitalter“ beim Haus der Familie Heilbronn (18. & 19. April 2026) habe ich sogar mein altes „New Stars of Data“-Shirt wieder ausgepackt. Ein kleiner nostalgischer Moment — schließlich begann damit 2020 mein Engagement als Sprecher für Datenthemen.
Ein Kurs, zwei Generationen – und ein Datenmonster
Das Besondere an diesem Format: Die Kinder kommen nicht allein. Ihre Eltern sind Co‑Trainer. Sie sitzen nicht nur daneben, sondern machen aktiv mit, verstärken das Gelernte und erleben gemeinsam mit ihren Kindern, wie Daten plötzlich greifbar werden.
Und natürlich war auch Damon, das Datenmonster, mit dabei. Damon ist das Maskottchen von datamonster.io, der deutschsprachigen Microsoft Data Platform User Group. Ein Kuscheltier, das erstaunlich gut darin ist, junge Kinder zu motivieren — und mich daran erinnert, dass Lernen immer auch Spaß machen darf.

Was wir gemacht haben – Daten zum Anfassen
Die Inhalte waren bewusst spielerisch, bunt und haptisch.
📊 Das erste Säulendiagramm – gebaut, nicht gemalt
Wir starteten mit etwas Persönlichem: Die Kinder gruppierten ihre Vornamen nach Länge und stapelten Moderationskarten zu einem echten, physischen Säulendiagramm. Ein wunderbarer Einstieg, weil Daten hier wortwörtlich greifbar werden.

📚 Daphne im Dschungel
Die Geschichte aus Daphne Draws Data kam unglaublich gut an. Vielen Dank an das Daphne Data Detective Programme für die großartigen Materialien — ohne die wäre der Kurs so nicht möglich gewesen.
🛸 Bonus: Daphnes Begegnung mit den Außerirdischen
Als kleines Extra habe ich den Kindern auch Daphnes Begegnung mit den Außerirdischen vorgelesen. In der Geschichte haben die Raumschiffe unterschiedlich viel Treibstoff — manche schaffen es nach Hause, manche nicht.
Und dann kam dieser Moment, der mich wirklich beeindruckt hat:
Ein Kind meldet sich und sagt: „Das eine Raumschiff hat genug Treibstoff. Es kann doch etwas an das andere abgeben. Dann kommen beide nach Hause!“
Kreativität, Transferdenken, Mustererkennung — alles da. Das war der Augenblick, in dem ich wusste: Ich habe die Kinder für Daten und Säulendiagramme begeistert.
🧱 Lego sortieren wie echte Data Scientists
Ein Klassiker: Lego‑Steine sortieren, Muster erkennen, Häufigkeiten entdecken. Und ja, alle Kinder haben sofort gesehen, dass Rot die häufigste Farbe war. Tja Copilot — da hast du dich geirrt, dass man das nicht so schnell erkennt 😂

📏 Wir stellen uns der Größe nach auf
Ein kleiner Exkurs in Sortierung und Reihenfolgen — mit viel Gelächter.
🎩 Hat‑Grab mit Curious George – ein Balkendiagramm zum Anfassen
Ein weiteres Highlight war das Spiel „Hat Grab“ mit Curious George. In der Geschichte schleicht sich der kleine Affe durch den Flughafen und stibitzt den Leuten die Hüte vom Kopf. Die Kinder mussten anschließend entscheiden:
Welche Hutfarbe kommt am häufigsten vor?
Curious George ordnete die Hüte schließlich als Balkendiagramm an — ein perfekter Moment, um zu zeigen, wie Daten aus einer Geschichte in eine Visualisierung übergehen.
Und genau hier ergab sich eine schöne Überleitung:
Wenn man Hüte zählen kann, kann man auch Punkte zählen.
⭐ Punkte für Neugier – das zweite Balkendiagramm
Fürs Melden, Fragenstellen und Mitmachen gab es Punkte. Eine Familie übernahm sogar die komplette Punktevergabe, während ich den Kurs leitete. Am Ende hatten wir eine Punkteliste, die wir — natürlich — ebenfalls als Balkendiagramm darstellten.

📝 Strichlisten & Mini‑Zählaufgaben – mit frei wählbaren Kategorien
Die Kinder zählten gemeinsam mit ihren Eltern Dinge im Raum. Die Familien durften ihre Kategorien selbst auswählen, was zu richtig kreativen Ideen führte.
Beispiele waren:
- Wie viele Lampen gibt es im Raum?
- Wie viele Steckdosen?
- Wie viele Moderationskarten kleben am Fenster?
- Wie viele Stifte liegen auf dem Tisch?
- Wie viele blaue vs. rote Gegenstände finden wir?
Danach wurde alles in einem ausmalbaren Säulendiagramm visualisiert — jede Familie mit ihrem eigenen kleinen Datenset.
🤖 Von Daten zu KI – Damon lernt Snacks erkennen
Damon, das Datenmonster, sah zum ersten Mal Snacks und musste lernen, sie zu unterscheiden. Er machte Fehler, lernte daraus — und zeigte damit wunderbar, wie KI funktioniert: Viele gute Daten = gute KI.
🎨 Quick Draw – KI live erleben
Zum Abschluss durften die Kinder selbst KI ausprobieren. Quick Draw erkennt nicht immer alles richtig, aber erstaunlich viel — und das fanden die Kids großartig.
Dankbarkeit & Vorbereitung
Ein Kurs wie dieser entsteht nicht allein. Danke an:
- Das Haus der Familie Heilbronn, das diesen Kurs mit großem Vertrauen, wertschätzender Unterstützung und modernen Räumlichkeiten möglich gemacht hat
- datamonster.io für die Schaffung von Damon und die großzügige Freigabe durch Oliver Engels, das Maskottchen in meinen kindgerechten Lernangeboten einzusetzen
- Der Graph Week von Little Miss Data für die ersten Inspirationen
- Das Daphne Data Detective Programme für Materialien, Inspiration und die Erlaubnis, Inhalte zu nutzen. Dies war meines Wissens nach der erste Kurs in Deutschland!
- Meine Frau und Juliana Smith für viele hilfreiche Gespräche in der Vorbereitung
- Meine Familie, die mit mir Teststunden durchgestanden hat — inklusive Damon‑Generalproben
Lessons Learned
- Kinder sehen Muster schneller, als man denkt. Beim Lego‑Chaos war sofort klar: Rot dominiert. Copilot lag falsch mit der Einschätzung, dass dies schwer zu sehen ist.
- Fairness bei der Punktevergabe ist entscheidend. Punkte motivieren viele Kinder — aber nicht alle. Gerade ruhigere, introvertierte Kinder können frustriert sein, wenn sie nur wenige oder gar keine Punkte bekommen. Am ersten Tag habe ich es geschafft, wirklich alle Kinder einmal dranzunehmen und die ruhigeren bewusst anzusprechen. Am zweiten Tag war ich so im Erklären der KI vertieft, dass ich das übersehen habe. Eine wichtige Erinnerung: Daten sollen stärken, nicht entmutigen.
- Zeitmanagement ist… flexibel. Am ersten Tag war ich so begeistert, dass ich 30 Minuten überzogen habe. Niemand hat es gemerkt — oder es hat einfach niemanden gestört.
Fazit
Ich bin beeindruckt, wie offen, neugierig und lernfreudig Kinder im Vorschulalter sind — und wie viel stärker das Lernen wird, wenn Eltern aktiv mitmachen. Data Literacy ist kein Thema „für später“. Es ist ein Abenteuer, das schon im Kindergarten beginnen kann.
Und Damon freut sich schon auf die nächste Runde.
Disclaimer
Dieser Artikel basiert auf meinen persönlichen Notizen und wurde mit Unterstützung von Microsoft Copilot erstellt. Copilot half bei der Strukturierung und sprachlichen Verfeinerung des Textes, doch alle fachlichen Inhalte wurden von mir selbst sorgfältig geprüft und ausgearbeitet.
Into the Data Adventure with Damon and Daphne: Data Literacy for Early Learners
What made this course special was the format: Children didn’t come alone. Their parents joined as co‑trainers. They didn’t just sit and watch — they actively participated, reinforced what their children learned, and discovered data together as a family.
And of course, Damon the Data Monster was there as well. Damon is the mascot of datamonster.io, the German‑speaking Microsoft Data Platform User Group — a plush creature surprisingly effective at motivating young children and reminding me that learning should always be fun.

What We Did — Data You Can Touch
The course was intentionally playful, colorful, and hands‑on. Some highlights:
📊 The First Column Chart — Built, Not Drawn
We started with something personal: The children grouped their first names by length and stacked moderation cards into a physical bar chart. A perfect way to make data literally tangible.

📚 Daphne in the Jungle
The story Daphne Draws Data was a huge hit. Many thanks to the Daphne Data Detective Programme — the course wouldn’t have been possible without their wonderful materials.
🛸 Bonus Story: Daphne Meets the Aliens
As a little extra, I read Daphne’s Encounter with the Aliens. In the story, the spaceships have different amounts of fuel — some can make it home, others can’t.
Then came a moment that truly impressed me:
A child raised their hand and said: “One spaceship has enough fuel. It could share some with the other one — then both can go home!”
Creativity, transfer thinking, pattern recognition — all in one sentence. That was the moment I knew: These kids are genuinely excited about data and bar charts.
🧱 Sorting Lego Like Real Data Scientists
A classic: Sorting Lego bricks, spotting patterns, identifying frequencies and a column chart again. And yes — every child immediately saw that red was the most common color. Sorry Copilot — you underestimated them 😂

📏 Lining Up by Height – A Human Column Chart
A fun little exercise in sorting and ordering — with lots of laughter.
🎩 Hat Grab with Curious George — A Bar Chart in Story Form
Another highlight was the game Hat Grab with Curious George. In the story, the mischievous monkey sneaks through an airport and snatches hats off people’s heads.
The children then had to answer:
Which hat color appears most often?
George eventually arranges the hats as a bar chart — a perfect bridge from storytelling to visualization.
And from there, the transition was easy:
If you can count hats, you can also count points.
⭐ Points for Curiosity — The First Bar Chart
Children earned points for raising their hands, asking questions, and participating. One family even took over the entire point‑tracking process during the session. Naturally, we turned the final point list into another bar chart.

📝 Tally Marks & Mini Counting Tasks — With Self‑Chosen Categories
Children and parents counted objects around the room — and each family chose their own categories, which led to wonderfully creative ideas:
- How many lamps are in the room?
- How many power outlets?
- How many moderation cards are stuck to the window?
- How many pens are on the table?
- How many blue vs. red objects can we find?
Each family then visualized their results in a column chart they could color in and take home to remember the course.
🤖 From Data to AI — Damon Learns to Recognize Snacks
Damon the Data Monster saw snacks for the first time and had to learn to tell them apart. He made mistakes, learned from them — and demonstrated beautifully how AI works:
Good AI needs lots of good data.
🎨 Quick Draw — Experiencing AI First‑Hand
To wrap up, the children tried out Quick Draw. The AI doesn’t always get it right, but it gets a surprising amount right — and the kids loved it.
Gratitude & Preparation
A course like this doesn’t come together on its own. My thanks go to:
- Haus der Familie Heilbronn, whose trust, support, and modern facilities made this course possible
- datamonster.io , for creating Damon and generously allowing me — thanks to Oliver Engels — to use the mascot in my child‑friendly learning programs
- The Graph Week by Little Miss Data for first inspirations
- The Daphne Data Detective Programme, for materials, inspiration, and permission to use their content — to my knowledge, this was the first course of its kind in Germany
- My wife and Juliana Smith, for many helpful conversations during preparation
- My family, who patiently endured test sessions with me — including full Damon rehearsals
Lessons Learned
- Children spot patterns faster than you think. In the Lego chaos, they immediately saw that red dominated. Copilot was wrong in assuming this would be hard to spot.
- Fairness in point‑giving matters. Points motivate many children — but not all. Quieter, introverted children can feel discouraged if they receive few or none. On day one, I managed to involve every child and gently encourage the quieter ones. On day two, I was so absorbed in explaining AI that I overlooked this. A valuable reminder: data should empower, not discourage.
- Time management is… flexible. On the first day, I was so enthusiastic that I ran 30 minutes over. No one noticed — or no one minded.
Conclusion
I’m deeply impressed by how open, curious, and eager to learn preschoolers are — and how much stronger the learning experience becomes when parents actively participate. Data literacy isn’t something “for later”. It’s an adventure that can begin in kindergarten.
And Damon is already looking forward to the next round.
Disclaimer
This article was created based on my personal notes with support from Microsoft Copilot. While Copilot assisted in structuring and refining the content, all technical details have been carefully reviewed and developed by me.